Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren. Sie geht davon aus, dass Körper und Seele eine Einheit sind. Krankheiten, Symptome oder Leidenzustände sind demnach entweder Ursache oder Ausdruck von seelischem Ungleichgewicht.

Verschwiegenheitspflicht: PsychotherapeutInnen unterliegen einer gesetzlich verankerten absoluten Verschwiegenheitspflicht. Diese Verschwiegenheitspflicht dient dem Schutz der für das Gelingen der Psychotherapie unabdingbaren Vertrauensbeziehung zwischen KlientIn und PsychotherapeutIn (§ 15 PthG).

Personzentrierte Psychotherapie

Die von Carl R. Rogers (1902 – 1987) begründete Person- bzw. Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie ist eine staatlich anerkannte Form der Psychotherapie. Sie geht davon aus, dass eine therapeutische Haltung von Einfühlsamkeit, unbedingter Wertschätzung und Aufrichtigkeit seelisches Wachstum wesentlich fördert und den positiven Umgang mit Krisen oder Kränkungen ermöglicht.

Mit ihrer humanistischen Ausrichtung setzt Personzentrierte Psychotherapie auf die Ressourcen und kreativen Möglichkeiten jedes Menschen, sich zu entfalten und mit Problemen umzugehen. Im Dialog mit der Therapeutin bzw. dem Therapeuten sollen Menschen Vertrauen in den eigenen Wert, die eigenen Wahrnehmungen und Gefühle gewinnen – so kann ein bewusster, flexibler und realistischer Umgang mit sich selbst und anderen entstehen.

Angewendet wird die Personzentrierte Psychotherapie als Einzel-, Gruppen-, Paar- und Familientherapie, als Kinder- und Ju­gendlichen-Psychotherapie sowie in der Psychiatrie.

Was ist unter dem Zusatz "in Ausbildung unter Supervision" zu verstehen?

PsychotherapeutInnen haben eine verantwortungsvolle Arbeit. Nach einigen Jahren theoretischer Ausbildung und umfangreichen Praktikumszeiten wird der gesetzlich geschützte Berufstitel "in Ausbildung unter Supervision" zuerkannt.

PsychotherapeutInnen in Ausbildung unter Supervision dürfen Psychotherapie selbständig und eigenverantwortlich anbieten und ausführen, genauso wie PsychotherapeutInnen mit abgeschlossener Ausbildung. PsychotherapeutInnen in Ausbildung unter Supervision müssen bis zum endgültigen Abschluss der Ausbildung im Sinne einer Qualitätssicherung regelmäßig Supervision bei sogenannten LehrpsychotherapeutInnen in Anspruch nehmen.